Dienstag, 21. August 2012

projektstatus


der sommer zeigt sich gerade von seiner besten seite und so nutzen auch wir die möglichkeit bei trockenen, doch leider schweißtreibenden wetter felsen zu beklettern.

opfer dieser belagerungstaktik wurden zuletzt Mandela, Humbug, Dumbo, Knack und Back, Rasierklinge, Hofnarr, Osama du Sau und etliche andere!

wie es aber eigentlich geht zeigte zuletzt franzi, redete nicht lange sondern putze dafür umso mehr und bezwang bei 36° Bärway to Heaven, meine erste 8-, wobei böse stimmen (Schwertner, frankenjura.com, ferdi, marc, chris und viele viele andere) es nur als 7+ bewerten....*gg*

seht aber selbst...
























p.s.: 10-15° weniger wären auch noch okay
p.s.: und in der zwischenzeit gibt uns monsieur courage noch was direkt auf die ohren --> aus dem KLO<--anklicken! oder aber auch --> durchstiegsmusik

Freitag, 10. August 2012

wenn jemand eine reise tut, so kann er was erzählen...

unter dem vorherigen motto gutes in der nähe zu finden, besuchten wir also den rolandsfelsen, kleinen stübiger turm, kalte wand, megalumania, freudenhaus, toni schmid gedenkwand, rote wand, wüstenstein, reichelsmühler wand sowie etliche andere von der vögelbrut nicht gespeerte wände und hatten unsere freude mit den unterschiedlichsten griff- und trittherausforderungen.

ABER: Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen.

So erreichten Marc und ich nach 12h Aquaplaning-Fahrt (Grulich hätte seine Freude gehabt), zähfließendem Verkehr, vielen Mautstationen, etlichen Dosen Gummibärbrause und einer nicht enden wollenden Nebelfahrt, ohne funktionierenden Scheibenwischern geschafft, aber mit feuchten Fingern am 01.07. 23 Uhr den paradiesischen Zeltplatz im (alp(en)-)traumhaften CEÜSE....

Urlaub, aber nicht für den Körper!

In den nächsten Tagen spielte sich eine entspannende Routine ein, die inetwa so aussah:
- Schlafen bis 9 Uhr
- Kaffee, frühstücken, immer wieder auf Toilette gehen, lesen, in der Sonne
  liegen, quatschen bis 12/13 Uhr
- anschließend 1-stündiger Marsch zum Fels
- oben tot ankommen, darüber freuen dass niemand die Klettersachen geklaut
  hat und versuchen sich von den Strapazen zu erholen
- wunderschöne Touren in besten Fels bei super Wetter sowie atemraubender
  Aussicht bis 20/21 Uhr klettern
- am Ende 1h runterlaufen
- ein Festmahl zaubern
- überrascht 23 Uhr ins Bett gehen.

Gerade das ins Bett gehen glich mehr einem Lazarettbesuch, da sich etliche Muskelpartien und Körperbereiche schmerzend zu Wort meldeten. Man(n) wird nicht jünger, eher dümmer - vielleicht sollten wir aus diesem Grund einfach mal ein umfangreiches Dehnprogramm in unsere tägliche Routine einbauen, um möglichen Verhärtungen und Verspannungen vorzubeugen. Nichtsdestotrotz konnten wir in 14 Tagen Sonnenschein (jemand aus Deutschland berichtete uns: "Franken - Land unter!") nach den anfänglichen Anpassungsherausforderungen sehr schöne Touren klettern.

Vor allem Beaux mouvements sur fond bleu 7a+, mein formuliertes Jahresprojekt, konnte nach einigen Versuchen, Stimmungsschwankungen und dem Abfallen kurz vorm Abschlußhenkel von uns beiden geklettert werden.

Unsere Ruhetage verbrachten wir entweder am See, beim Einkaufen in Gap oder im Kabarett im "The Blue Light"/ Sisteron. So ist ein absoluter Geheimtip der Inhaber des "The Blue Light" Mike. Auch wenn wir nun schon alle Geschichten kennen, sind sie trotzdem immer wieder super - verblüffend ist nur, dass sich über die Jahre die Formulierungen keinesfalls geändert haben und so müssen sich Black Diamond, Petzl, Five Ten und alle größeren Kletterartikelhersteller bei seinen kritischen Tiraden warm anziehen.*gg* Fahrt hin, sehts und hörts Euch selber an! Nicht zuletzt, weil er super Seile zu einem unschlagbaren Preis verkauft und Schuhe optimal neu besohlt.

So verging leider die Zeit doch etwas zu schnell und ein wunderschöner, abwechslungsreicher und erholsamer, obwohl körperlich zehrender Urlaub ging zu Ende. Nette Leute durften wir kennenlernen (Hans, Peter, Anders, Elin, Martin), starke Kletterer beobachten, angsteinflössende Sicherungstechniken erleben und einfach schön klettern. Für die Rückfahrt haben wir das schöne Wetter mit eingepackt und so war der nicht funktionierende Scheibenwischer auch kein Hindernis.*gg*

Fahrt mal nach Ceüse!

es grüßen Euch die beiden Felsvagabunde Marc und Tobi




Freitag, 3. August 2012

warum in die ferne schweifen, wenn gutes so nahe liegt

wem ich mit siurana etwas feuchte finger bereitet habe, dem sei gesagt, dass so ein kurztrip zwar die motivation befeuert, bester fels aber auch hier zu finden ist. so starteten wir an unserem Maiausflug der kalten wand einen besuch ab. dass es dort aber keinesfalls kalt sondern feucht fröhlich zuging, lag nicht am fehlenden alkohol, sondern an den absoluten traumtouren...

seht aber selbst in der galeria... (hier klicken!)
 

der letzte post ist schon etwas her. meiner einschätzung nach ist der grund dafür, dass ich nicht mehr student sondern inzwischen arbeitnehmer bin... 

um diesen wechsel aber gebührend zu würdigen bot es sich an einen kleinen ausflug in DAS spanische klettergebiet SIURANA einzuschieben. so machten sich anfang april zwei kühne felsliebhaber für zwei epische wochen in die ferne auf. mein arbeitgeber war zwar etwas pikiert, ABER dieses spezielle pikieren hat sich auch in einem kleinen leistungsschub niedergeschlagen. erfolgloses 7a+ und 7b projektieren hat schließlich dazu geführt, schönste 7a linien zu flashen und zu onsighten. das wetter war wechselhaft bot aber genug möglichkeiten zu klettern, cola bei toni zu trinken, baden zu gehen und sonnigen morgenkaffee auf der felsterrasse unserer geräumigen sowie staubigen höhle zu geniessen. dass wir alle die drei boulderstellen des ein- und austieges heil überstanden haben gleicht einem wunder. die ein oder andere belohnungscola war da vielleicht auch zu viel gewesen, aber immer gut wenn man einen verlässlichen spotter am start hat...

auf empfehlung von alex bezogen wir also eine recht geräumige und große höhle, welche wir zeitweise mit 6 leuten teilten. das freiklo bot bei nächtlichen ausflüge nicht nur eine beeindruckende kulisse, sondern auch den ein oder anderen adrenalienschub. ein tropfender überhang wurde als geschirrspülmaschine umfunktioniert und im getränkefach hat nur noch eis gefehlt. ausgestattet mit den (un-)nötigsten outdoorutensilien gab es sogar milchschaum. und da sagt noch einer, dass das höhlenleben primitiv ist!

abschließend möchte ich noch toni für seine toilette, cola und baguette danken!!

ein super schöner urlaub, welcher es wirklich schmerzlich macht mit arbeiten anzufangen. aber noch schmerzlicher ist, dass ich meine kamera vergessen haben... die anderen bilder sind vom letztjährigen ausflug

aber abschließend kommt noch eine kletterempfehlung:
viagraman und ay mamita im el pati sektor zu klettern!!!


danke für den schönen urlaub ferdi!