Freitag, 30. Dezember 2016

go big or stay home

jojojo 2016 neigt sich stark dem Ende entgegen und daher stell ich doch direkt mal zum Anfang des Blogs ein musikalisches Highlight von 2015, passend zum Jahrverlauf wechseln sich sehr gute Phasen mit nicht so Guten ab, aber hört erstmal selbst und lest gleich mehr...



Das Jahr haben wir fulminat (meist in der Medizin bzgl. Krankheitsverlauf -> plötzlich, schnell und schwerwiegend) in der Türkei gestartet und passend zum Jahreswechsel einem kleinen türkischen Fischrestaurant den Monatsumsatz beschert. Lag aber vor allem daran, dass die Frauen unbedingt Wein trinken wollten und die Flasche 300 Lira ca. 80€ gekostet hat. Und ich glaub, es war nicht nur eine Flasche gewesen oder haben alle Flaschen soviel gekostet? Hmm... Vielleicht kann ja wer mit einem Kommentar für Aufklärung schaffen.

Ansonsten der Januar war trist. Der Februar dafür zerstörerisch, da Tobias ab da wieder solo unterwegs war und ich meine nicht in der Vertikalen, denn dass wäre eher fatal... In meiner neugewonnenen Freiheit, auch weil die Psychiatrie (PT 1+2) mich entlassen hat - reguläres Ende eines sklavischen (vor allem wegen der Bezahlung) Arbeitsverhältnisses, stand nach 2014 endlich wieder Spanien für 4 Wochen auf dem Programm. Absolutes Highlight war der Flash von "La Muerte del Sponsor" 7b+, der dann so viel schwerer war als ich es mir vorher ausgemalt habe. Aber prinzipiell stand der Fels unter Strom und ich glaub jeder hat mitbekommen, dass ich die Tour durchgestiegen bin. Ach witzig hat Ferdi auf der Fahrt vom Flughafen nach Siurana dafür gesorgt, dass wir in Cornudella neues Bier kaufen mussten... Ganz so war es glaub ich nicht, aber ging schon ordentlich was durch die kleine Kehle. Naja aber am Ende war der Urlaub dann viel zu schnell vorbei und der Alltag für jeden wieder da. Eine willkommene Auszeit stellte da die Jahreskonferenz des Vereins Junger Männer dar.

Liebe Gleichgesinnte,
“dicht, dreckig, durch” ist das Motto des diesjährigen Männer-Wochenende im bekannten fränkischen Felsparadies.
Drum Bier, Fleisch und Chalk eingepackt - Zahnbürste, Wechselwäsche und Seife zu Hause gelassen und ran an den Fels.
Vom 6. bis zum 8 Mai wird auf hohem Niveau geklettert, auf niedrigem gescherzt und ganz ohne gesoffen.
Und so hatten wir bei bestem Wetter ein tolles Wochenende, was sich hoffentlich zur jährlichen Tradition entwickelt!? Danach war viel Klettern angesagt und mein Kalender verzeichnet ein recht fleißiges Projektieren im Steilen. 
Ab Mitte August stand dann Frankreich auf dem Programm. Nach einer beschwerlichen und abenteuerlichen Anreise, trampen bis kurz vor Genf bis 2 Uhr nachts haben mich dann Franzi und Basti in ihre Familienkutsche aufgenommen. Dafür bin ich den Beiden heute noch dankbar, vor allem weil sie extra einen Umweg gefahren sind. Ansonsten kurze Zusammenfassung vom Urlaub 3 Wochen, jeden Tag klettern, 3 Regentage, viele Feuerstellen die in Frankreich manchmal echt auch schmutzig sind 😉 viel rumgedüse und einfach mal alles richtig gemacht mit zuletzt einem schönen Abschluss in der Fränkischen. Kulinarisch sei hier der "Grüne Schwan" mit einem vorzüglichen Bier sowie köstlichen, dummerweise aber zu kleinen Pizzen empfohlen. Achja und ich habe rausgefunden das "Tanz der Vampire" 9- an der Veldener Wand einfach mal sackschwer ist. Ohne Marcs Vorarbeit und den Verlängerungen wäre ich da nie hochgekommen. Klettertechnisch wäre vielleicht noch Bürs/ Vorarlberg eine Randnotiz wert. Super schwer, hart bewertet und nicht mal einfach so zum Abholen geeignet. Ich glaub mit dem ein oder anderen Einheimischen hab ich es mir auch verscherzt. Es gibt sozusagen schönere Ausflugsziele, wobei erwähnt sein sollte, dass es am Wandfuß einen fest installierten Topo gibt - SUPER! 
Zurück in der Fränkischen konnte ich dann Ende September Mephisto 9-/9 durchsteigen. Schon Anfang des Jahres hatte ich beim Durchbouldern der Stellen ein richtig gutes Gefühl und auch das beklemmende Empfinden auf den letzten Metern zum Umlenker war wie weg. 
Am 14. Oktober stand dann der jährliche Besuch des Mahrs Bräu Bockbieranstichs auf dem Programm. Trotz der schier ohnmächtigen Selbstzerstörung konnten wir am Samstag und sogar am Sonntag Vormittag noch groß punkten. November und Dezember stand leider die Arbeit im Mittelpunkt und das Wetter war auch eher mäßig. Ich war 4-5x am Lochfels und ich denke die Formkurve bei Lochverstärker 9+ ist weiterhin steigend, wie auch am Beastmaker - "...aus Schm


Schade das es mit dem Durchstieg nicht geklappt hat, aber da zitiere ich einfach mal meinen Kalender - 
Bedenke: Ein Stück des Weges liegt hinter dir, ein anderes Stück hast du noch vor dir. Wenn du verweilst, dann nur, um dich zu stärken, aber nicht um aufzugeben.
(Augustinus von Hippo, 354-430 n. Chr.)
Ja und Silvester!? Da mach ich einfach mal einen auf "stay home", leider auskurieren/ Gesund werden und mal kein Klettern. Ich hab aber gehört Sizilien soll ziemlich gut sein und die Bewertung dort scheint auch urlaubmäßig zu passen. Scherz! 😃 Aber jetzt mal noch die Fakten 2016:

86 Klettertage
10x Bouldern Gaustadt
4x Blockhelden
15x Beastmakersession
17x Rennradfahren (eine richtig gute Session mit Alex, danach war ich krank...)
13x 9- (2 davon flash, 1 davon "onsight" bzw. ich hab online Kommentare gelesen, die aber unwesentlich geholfen haben)
1x 9-/9 Mephisto 

Und wie jetzt weiter? Naja die Projektliste für 2017 liegt schon fertig in der Schublade, Ziele fürs neue Jahr sind schon aufgeschrieben, Flüge schon gebucht und jetzt fehlt nur noch die SONNE... Achtung bitte Sonnenbrille aufsetzten beim folgenden Track bis zur 47min vorspulen und einfach geniessen 


Ach ja, fast vergessen ABER das wichtigste. Bei den Aktionen draußen und drinnen war ich fast nie allein gewesen. Schön dass du/ ihr dabei wart, mich unterstützt habt und wir gemeinsam eine richtig gute Zeit hatten. DANKE!!! Ich freu mich schon auf 2017. Keep Rockin!!!

Montag, 12. Dezember 2016

Tricksen im Winter

Herbst oder Winter ist kalt, manchmal sogar sehr kalt und dann macht klettern nur bedingt Spaß. Soll heißen bevor es losgeht sollte man gut auf touren kommen um überhaupt abzuheben. Damit es vielleicht aber schneller geht paar Tricks...

1. bei der Anreise mit Auto die kalten Schuhe auf die Belüftung für die Scheiben legen, so kommt schonmal eine wohlige Wärme zustande
2. in den Kletterpausen die Schuhe mit in die Daunenjacke nehmen - damit die Zehen später auch noch etwas Wärme abbekommen
3. heißen Tee zum Trinken
4. leichte Aufwärmtouren klettern, vielleicht auch 2x
5. Tour kurz durchbouldern, wieder warm einpacken, 10 min Pause und dann Vollgas
6. 2te Thermoskanne mit heißem Wasser, dass in Plastikbecher und somit Hände wärmen
7. Leichtes Dehnen, warm machen, mit Armen kreisen, bissel hin und herrennen
8. Sonnenfelsen aussuchen und Sonnenverlauf kennen...
9. GANZ WICHTIG --> wärmende Musik :-) 



Viel Spaß und geht auch im Winter raus klettern. Lohnt sich! Vor allem weil weniger Draußen los ist, die Natur einfach fantastisch aussieht und durch die Sonne Vitamine und Hormone ausgeschüttet werden und euch das Grinsen danach nicht mehr aus dem Gesicht geht...