Samstag, 3. August 2013

Men in Tigths are on the move

der Titel ist Programm und zu diesem Anlass haben wir uns stylisch neu eingekleidet und rocken jetzt für 2 wochen die top klettergebiete europas... naja mal schauen was geht. wenn schon nicht in der vertikalen dann zumindest am boden.

seht aber selber!






















Montag, 10. Juni 2013

jeden abend eine cola...

Die Fahrt nach Siurana war schnell bewerkstelligt und mit jedem Kilometer hat sich auch das Wetter gebessert. Endlich wieder Sonne nach all dem Regen und Schnee. Bloß blöd mit Blasen an den Versen zu klettern. Die folgenden Tage waren etwas schmerzhaft, aber das hat den Spaß nicht wirklich geschmällert. Auch habe ich in Siurana eine wunderschöne und abseits gelegene Höhle bezogen, schön mit ganztages Sonnenterrasse, Kochecke und kleiner Feuerstelle. Ganz fantastisch!!! 

Ich bin zwar nicht so wirklich der Colafan, jedoch habe ich mir für Siurana angewöhnt jeden Abend eine Cola zu trinken. Dafür muss aber auch was bei rumkommen. Und so hatte ich für dieses Jahr zwei Projekt welche ich unbedingt klettern wollte. Ersteres war Little Ted, 7a+ (uiaa 8+) im Sektor Grau dels Masets de Baix, eine 30m Tour bei welcher nach einem Einstiegsboulder 3 schwierigere Plattenstellen immer wieder von kleinen Rastpunkten unterbrochen werden. Hab sie einmal hochgehängt und schön vorbereitet und anschließend dann geklettert. Ganz gehypt davon hab ich an dem Tag noch 3 7a's geonsighted. Witziger Nachmittag und durchaus anstrengend für die Stimmenbänder.

Am nächsten Tag wollte ich aber unbedingt mein absolutes Jahresprojekt antesten und so sind wir in den Sektor Esperó Primavera gegangen und da stand Sie vor mir. Mandrágora ist mit 35m, den durchgängig weiß gechalkten Griffen auf orangefarbenem Grund und der Bewertung 7b+ (uiaa 9-) eine der geilsten Linien in Siurana. Bloß dumm, dass 5 Leute davor warteten... Naja so richtig wollte ich auch nicht rein, da der Tag und die Colas + Bier mich nicht ganz kalt gelassen hatten. Aber irgendwie bin ich dann mit den netten Norwegern ins Gespräch gekommen und da sie schon etwas älter waren, hab ich sie angesprochen ob Sie Anders (S) und Elin (N) kennen. Wer sie einmal gesehen hat, weiß das ganz Norwegen und Schweden die kennt!! Nur dumm, dass ich den Namen falsch ausgesprochen habe und so bin ich übergegangen Elin zu beschreiben: fancy climbing clothes, gray long hair, really small and skinny, quiet old*gg*
--> ab dem Punkt waren wir am Einstieg die besten Freunde, lachten herzlichst und das Klettern ist vollkommen in den Hintergrund getreten. Schön wie klein die Welt ist und ich hoffe das meine Grüße bei ihr angekommen sind.

Trotzdem zurück zum Wesentlichen. Die Jungs haben mir dann angeboten ihre Exen zu nehmen und ich habe die Tour mal hochgehängt, alles durchgeputzt, angetestet und ausprobiert. Die eine Schlüsselpassage konnte ich im Vergleich zu vor zwei Jahren ohne Probleme klettern. Prinzipiell ist es während der ersten 5-6 Exen wechselnd schwierig, geht oftmals darum die richtigen Griffe zu kennen und vor allem gut mit den Füßen zu treten. Danach folgen 20m beste Ausdauerkletterei ohne wirkliche Schlüsselstelle, zwei guten Rastpunkten, aber mit der Garantie dicke Arme, ein rasendes Herz und Aufregung pur zu bekommen. Anschließend hab ich noch 4 Leuten beim Klettern der unteren Passage zugeschaut und hatte mir eigentlich einen recht guten Plan für die ersten 10-15m zurecht gelegt. Das ich die Tour jedoch nochmal durchgeputzt hat, hat bei dem Ansturm der Massen nicht wirklich Sinn gemacht. Danach hab ich 2h irgendwie am Fels rumgegammelt, Philipp beim Klettern gesichert, Bilder gemacht und mir den Kopf darüber zerbrochen, ob ichs nochmal ausbouldern soll oder mal einen Versuch wage. Zurück an der Tour, waren andere nette Menschen da, welche mir ihre Exen überlassen haben und so blieb ich ein zweites Mal verschont die Exen einzuhängen. Was dann aber folgte ist jedoch schwer mit Worten zu beschreiben. Die ersten 5-6 Exen liefen super, die Schlüsselstelle war schnell sowie problemlos geklettert und ich hatte auch schon den ersten Henkel zum Schütteln in der Hand. Wieder 3m geklettert, geclippt, kurz geschüttelt, gechalkt und weiter,........ Beim Durchbouldern war ich die letzten 20m am Stück geklettert und wusste das schwierige Stellen nie wirklich von Dauer sowie meist von guten Griffen gefolgt waren. Und so schaffte ich es wirklich bis zum ersten Band auf welches man sich zum Ruhen auch drauf stellen konnte. Bloß um Raufzukommen muß man die Leisten nutzen, welche beim ersten Mal viel viel größer waren. Ich habe da wirklich gemerkt wie sich Verzweiflung und Angst anfühlt, so kurz vorm Durchstieg zu scheitern. Habe dreimal zum Aufstehen angesetzt, es mich jedoch nicht getraut, ich konnte die Leisten einfach nicht halten und bin immer wieder in die "Ruheposition" mit dem Händen auf dem slopper Band runtergeklettert. Irgendwie konnte ich mich dann aber genug selber anfeuern und hab es geschafft mich aufs Band hochzustellen. Einfach super und ich hab mich übelst gefreut und war einfach nur glücklich. Nach ca. 10 Minuten Pause bin ich dann die letzten 10-15 Meter unter Anspannung zum Umlenker geklettert. Es hat mich total gefreut die Tour so schnell klettern zu können und gleichzeitig war es auch etwas schade mein Jahresprojekt so schnell wegzuklettern.*gg*

Beim nächsten Mal steht Papágora, 7b+ links daneben auf der Reihe und ich habe es dieses Jahr bei dieser Tour nur mit Ach und Krach zum Umlenker geschafft. 

Mittwoch, 5. Juni 2013

und SIURANA???

Ja da saß ich nun in Margalef. Hatte mir auf anraten der Anderen im Decathlon noch einen extra Stuhl gekauft!! Super Sache für 11€ einen Zuwachs meiner Lebensqualität für die nächsten drei Wochen. War geschafft und strahlte vor mich hin. Geiles Wetter und die Prognose einfach mal vier Tage durchzuklettern. Dass ist doch mal ein guter Einstieg ins Jahr. Aus Rücksicht auf meine Form *gg* und meine kleine Fingerverletzung bin ich dann nur 6a/b/(c- das ist der Wunsch der Vater des Gedankens) geklettert, manchmal auch zwei-dreimal, einfach nur schöne Touren - kletternkletternklettern. Ich glaube Margalef ist auch das einzigste Gebiet, wo man 4 Tage am Stück klettern kann, ohne dass dabei die Finger dünn werden.

Dann kam der Regen, die Kälte und der Schnee. Komisch irgendwie war es ziemlich warm im Zelt, dass lag aber nicht daran, dass die Nächte wärmer wurden, sondern vielmehr an der isolierenden Wirkung des Schnees auf meinem Zeltdach. Diesen bemerkte ich, als ein Zelt unter den Maßen des Schnees kollabierte und die Ruhe der Nacht vorbei war. Das Geschrei und die Hektik kann sich glaube ich jetzt jeder lebhaft vorstellen und im wahrsten Sinne waren die Zelte links und rechts neben mir auf einmal ziemlich belebt. Naja meine Hundehütte hat es ausgehalten. Was folgte waren 2 Tage Scheißwetter, ziemlich kalte Nächte usw... Ich hatte von 2011 noch ein Projekt, welches ich mir gerne anschauen wollte. Ich hatte dann auch Moes Freundin überredet mir in den Kühlschrank zu folgen und mich zu sichern. Dort angekommen, bin ich zielstrebig zweimal in die falsche Tour eingestiegen, um am Ende festzustellen, dass die Tour welche ich probieren wollte eine weiter links ist. Naja was solls am nächsten Tag nochmal hin und wir verschieben den Durchstieg mal auf nächstes Jahr...

Restdays are the best days und so nahm ich mir am folgenden Tag vor bei leicht regnerischen Wetter um den Stausee zu laufen. Auf dem Hinweg bin ich 2 h am Hang entlang geschlittert und ich glaube ich war von der Musik in meinen Ohren ganz in Trance, denn ansonsten wäre ich Idiot wahrscheinlich nicht so weiter gelaufen. Vom Regen und Schnee der letzten Tage war der Spiegel des Sees viel höher und auch der kleine Zulauf war wesentlich breiter. Nach 3h Wanderung folgten 1 1/2 h Suche nach einer Querung. Ein beherzter Sprung mit teilweiser Wasserladung beendete meine innere Aufregung und nach 1 1/2 h war ich endlich wieder zurück. Resultat: naß, fertig, Blasen an den naßen Füßen

--> danach hatte ich keinen Bock mehr und bin am darauf folgenden Tag nach Siurana durchgestartet. Gute Verspätung, wenn man nach 10 Tagen dort ankommt, wo man eigentlich hin wollte. Aber Moe, Manu, Nick und die Anderen waren einfach super. Abends am Feuerchen sitzen, chillen und grillen passt einfach super. UND ZUSAMMEN IST MAN WENIGER ALLEIN.



Sonntag, 2. Juni 2013

Bamberg-München-Aldi-Margalef-Höhle-Bamberg


YEAH - Urlaub steht an und keiner kommt mit. Alle total vertieft in Diplom- und Masterarbeit, Maloche, Ref und so vieles mehr. Also ist der große Tobias einfach mal alleine nach Spanien geflogen und hat es sich drei Wochen richtig gut gehen lassen. Bloß dummerweise hat er sich vorher, wie schon geschrieben noch den Mittelfinger verletzt und so war der ganze Spaß auch mit ordentlich Schmerz verbunden... dazu aber gleich mehr.

Um standesgemäß einen Urlaub zu starten, bin ich die letzten 100km nach München getrampt. Auf der Fahrt zum Flughafen zuerst in die falsche Bahn eingestiegen und später dann auch noch in der richtigen eingeschlafen. Glücklicherweise hat mich eine nette Frau aus meinen hände-schweiß-feuchten Träumen erweckt und mich gerettet. Nach langem Warten, Umsteigen, vielem Schlafen bin ich endlich in Barcelona angekommen, wurde dort mehrmals von Wachpersonal geweckt, verscheucht und später auch rausgeschmissen. Komisch kann ich garnicht verstehen, da meine letzte Dusche zu diesem Zeitpunkt erst 22h zurücklag. Ich glaub es lag eher an den Öffnungszeiten der Geschäfte im Flughafen... Natürlich hab ich auch meinen Zug nach Reus verpasst und musste 1 1/2 h auf den nächsten warten, der mich dann endlich Richtung Ziel brachte. In Reus super Wetter und genau das Gegenteil zu schnee-kaltem München, verständlich wenn sich da ein fettes Grinsen breit macht und man musikalisch beduddelt förmlich durch die Stadt hüpft. Ein super Start. Bloß dumm, dass es noch 30 km nach Siurana sind. Schlau wie ich bin hatte ich mir überlegt zum Aldi in Reus zu fahren und von dort mit shoppenden Leuten gen Klettergebiet zu fahren. Dort angekommen, habe ich natürlich erstmal Essen gekauft, ein ausgiebiges Frühstück auf dem Parkplatz zelebriert und auf die Kletterer gewartet. 45min später kommen Österreicher. Super nett, Matze und Nick und ??? (Holländerin) - zweites großes Sonnenfrühstück. Ist ja an sich auch voll lustig, bloß blöd, dass die nach Barcelona fahren um einen Freundin vom FLUGHAFEN abzuholen. Warum hab ich noch solche Freunde... Netterweise nehmen Sie aber schon mal meine Rucksäcke mit und wir machen aus, dass ich mit den Nächsten dann schon mal nach Cornudellia trampe und dort in der Kneipe auf Sie warte...

Pustekuchen, 5h später, inzwischen habe ich mir eine lange Hose (die einzigste Hose war für Hin- und Rückflug gedacht und in Spanien braucht man ja nur kurze Hosen) beim Decathlon und einen Stuhl gekauft, mehrfach Sachen verloren und auf dem Parkplatz wiedergefunden, die Sonne scheint zwar immer noch, dennoch bläst auch ordentlich der Wind und das Grinsen ist nicht mehr ganz so breit. Aber sie kommen wieder, haben meine Sachen in der Zwischenzeit nicht vertickt und nehmen mich mit nach Margalef. Ich mag ja schon die Fahrt nach Siurana nicht, da mir von den Kurven immer schlecht wird, aber wieso ich mich dazu hinreißen lasse noch eine Stunden weiter nach Margalef zu fahren, ist mir heute wirklich schleicherhaft. Dort angekommen trinke ich am 20. Februar mein erstes Bier in 2013 und starte nach schier übermenschlichen 40-Stunden-Torturen in einen supergeilen Urlaub, der begleitet wird von viel Schnee, niedrigen Temperaturen, tollen Kletterpartnern, vielen vielen Klettertagen und -touren und einfach witzigen Begebenheiten von denen ja schon der erste Tag einige parat hatte!!!!!

boom bada boom


Montag, 27. Mai 2013

2013...

Hallo,

 der letzte Eintrag liegt schon etwas zurück, dass rührt aber nicht daher, dass seit November nichts mehr passiert ist, sondern eher das Gegenteil trifft zu.
Ich werde versuchen in den nächsten Tagen eine kleine Blogoffensive zu starten, das Erlebte noch einmal Revue passieren zu lassen, sowie über den roten Faden Initialimpulse für die Zeit nach dem großen Regen zu finden.

Verrückter weise musste ich eben feststellen, dass mein letzter Klettertag 2012 der 21. Oktober gewesen ist. Ganz schön früh, aber das lag auch zum großen Teil daran, dass ich mir irgendwie bei meinem Projekt "Osama du Sau!" am Rolandsfels die linke Schulter etwas gezerrt, verrissen oder sonst wie verletzt habe. Thomas B. sein Kommentar nach einer telefonischen Ferndiagnose: "Einfach weiter klettern, Belastung nur geringfügig verringern und einfach weiter klettern...!" Ich konnte das nicht so für mich stehen lassen und war dann wirklich im Dezember nochmal in der Röhre mit der Erkenntnis: "Da ist nix!"
Zum Anderen lag das auch daran, dass ich mehr arbeiten musste. Eben diese Arbeit verleitete mich dazu, bezüglich der Silvesterplanung keine eindeutigen Aussagen und Zusagen zu treffen und so verbrachten Franzi, Basti, Ferdi und Michi letztlich alleine im nassen aber regen sicheren türkischen Fels den Jahreswechsel. Basti natürlich super fit und schnell in der Vertikalen. Michi war eher kulturell unterwegs. Letztlich war aber für jeden was, sowie die ein oder andere 7a dabei.

Ein noch viel erschreckender Blick in mein Routenbuch offenbart mir soeben, dass die Felsklettersaison für mich erst am 21. Februar begann. Bis dahin hab ich viele Hänge- und Blockierübungen am Campusboard gemacht (7sec. halten/3sec. Pause - das Ganze 6x, dann 4 min Regenerationszeit usw...). Im Monat Januar war ich insgesamt 15x im Boulderraum, danach hat mich doch tatsächlich auch schon wieder die Lust verlassen meine Besuche zu dokumentieren. Zum Anderen habe ich mich Ende Januar am A1 Ringband in Höhe des Grundgliedes des rechten Fingers verletzt. Dummerweise einen Tag nachdem ich den Flieger für den Urlaub gebucht hatte.

Fortsetzung folgt...

Bis dahin gibt es noch paar Bilder von 2012

seht selber